Wir haben ein Herz zu verschenken.....

.......fröhlich, bunte Herzkissen für Krebspatienten.

Die spezielle Form der Kissen lindert den Wundschmerz nach einer OP, spendet Trost und zaubert hoffentlich ein kleines Lächeln in sorgenvolle Gesichter!

Donnerstag, 9. August 2018


Dieser Artikel erschien am 09.08.2018 in der Brunsbütteler Zeitung...

Nähen mit Herz


Herzkissenaktion der Westküste lädt zum Sommerfest ein
 
Von Hengameh Habib
Brunsbüttel -
Elke Frost war zwölf Jahre alt, als sie sich das erste Mal an die alte Nähmaschine ihrer Tante setzte. Damals nähte sie Kleider für ihre Puppen. Bis heute ist die Brunsbüttelerin bei dem Hobby geblieben und nutzt ihr handwerkliches Geschick, um anderen eine Freude zu machen.
Die 61-Jährige hat im November die Herzkissenaktion Westküste von der verstorbenen Rosi Lühr übernommen. Lühr hatte die Idee aus Kiel nach Brunsbüttel geholt. In der Landeshauptstadt treffen sich Frauen regelmäßig in geselliger Runde und nähen Kissen in Herzform für Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind. Seit 2014 nähen Frauen diese Kissen auch in der Schleusenstadt. Die spezielle Form ist nicht zufällig gewählt, sie lindert den Wundschmerz nach einer OP.
Frost ist vor sechs Jahren aus gesundheitlichen Gründen aus Niedersachsen nach Brunsbüttel gezogen. Die Stadt kennt sie bereits seit ihrem 15. Lebensjahr, denn ihr Onkel, ein gebürtiger Brunsbütteler, lebte hier mit seiner Frau bis zu seinem Tod. Frost besuchte sie regelmäßig. „Als ich hierher gezogen bin, suchte ich eine sinnvolle Beschäftigung und habe mich der Herzkissenaktion angeschlossen.“ Einmal im Monat trifft sie sich mit bis zu 14 anderen Frauen im Haus von Heidi Denker. „Wir tauschen uns aus und stopfen die Herzen.“ Rund 4000 Herzkissen haben die Frauen in den vergangenen vier Jahren schon genäht. Sie werden nicht zum Verkauf angeboten, sondern an vom Krebs betroffene Frauen verschenkt. Um immer genügend Nachschub zu haben, mit dem sie unter anderem die Westküstenkliniken versorgen, sitzen die Frauen regelmäßig an ihren Maschinen. „Wir nähen generell gern, und das hier machen wir besonders gern, weil es einen sinnvollen Hintergrund hat“, sagt Heidi Denker.
Die Frauen, die solche Kissen bekommen, seien gerührt und dankbar. Nicht nur, weil ihre Schmerzen etwas erträglicher würden. Eines der Herzen hat es bis nach Namibia geschafft. Die Freundin einer Bekannten, die dort lebt, hat Brustkrebs und wünschte sich ein solches Kissen made in Brunsbüttel.
Ein Teil der Stoffe, die die Näherinnen benötigen, wird gespendet. Die Frauen kaufen aber auch hinzu. Das Geld dafür nehmen sie vor allem über ihr Sommerfest ein, das jetzt zum dritten Mal gefeiert wird. Geplant wird schon seit Ende 2017, und die Frauen um Elke Frost haben in den vergangenen Monaten sehr viel Zeit an ihren Nähmaschinen verbracht, um Taschen, Lätzchen, Kindermützen und Kuscheltiere zu nähen, die sie auf dem Sommerfest verkaufen. Zudem werden Holzdeko- und Keramikartikel und eine Tombola angeboten. „Der Erlös wird komplett in Material investiert, um weitere Herzkissen nähen zu können“, sagt Elke Frost.




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